Ein historischer Tag für Kärnten: Am gestrigen Sonntag erfolgte der offizielle Spatenstich für das neue Klagenfurter Familien- und Sportbad. Damit erhält die Landeshauptstadt wieder ein modernes Bad – ein Gewinn für Schwimmsportlerinnen und -sportler ebenso wie für die breite Bevölkerung. Heute mit dabei waren neben Kärntens Sportreferent LH Peter Kaiser unter anderen Nationalratsabgeordneter Philip Kucher, Landessportdirektor Arno Arthofer, Bürgermeister Christian Scheider, die Vizebürgermeister Ronald Rabitsch und Patrick Jonke, Sport- und Finanzstadträtin Constance Mochar sowie Stadtwerke-Vorstand Erwin Smole. Die Fertigstellung des Projektes ist für Ende 2027/Anfang 2028 geplant. Die voraussichtlichen Gesamtkosten belaufen sich auf 63 Millionen Euro – unterstützt wird der Bau von Bund und Land mit jeweils sieben Millionen Euro.
Kaiser, selbst mehrfacher Ironman-Finisher, betonte die Bedeutung des Schwimmens und dessen gesundheitlichen Mehrwerts:
„In modernen Zeiten, in einem modernen Land und in einer modernen Stadt ist ein Schwimmbad unabdingbar. Für den Spitzensport in Kärnten – etwa im Olympiazentrum oder im Heeressport – ist es unverzichtbar. Auch Blaulicht-, Einsatz- und Exekutivorganisationen können hier trainieren und den Ernstfall proben. Dabei werden Fähigkeiten geschult, die Leben retten können“,
unterstrich Kaiser.
„Trotz politischen und gesellschaftlichen Gegenwinds danke ich allen, die an der Realisierung dieses Projekts festgehalten haben. Das neue Hallenbad wird für die gesamte Bevölkerung da sein – von klein bis groß. Es ist ein Beitrag zur Gesundheitsvorsorge, der langfristig viele Behandlungskosten ersparen wird. Ebenso ist es für unsere Bildungseinrichtungen – vom Kindergarten über die Volksschulen bis hin zu den Hochschulen – unverzichtbar“,
so Kaiser weiter. Besonderer Dank galt Nationalratsabgeordnetem Philip Kucher, der in Vertretung für Vizekanzler Andreas Babler und Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt aus Wien angereist war, sowie Philipp Trattner, dem ehemaligen Sektionsleiter im Sportministerium, der das Projekt auf Bundesebene über Jahre unterstützt und vorangetrieben hat.
Auch Kucher betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Projekts für Sport, Familien und Bildung:
„Mit diesem Hallenbad wurde die Idealvariante geschaffen – nicht nur für Breiten- und Spitzensport, sondern auch für Familien und Kinder. Gerade in budgetär schwierigen Zeiten ist diese Investition ein wichtiges Signal. Sie ist eine wertvolle Ergänzung zu den fünf bestehenden 50-Meter-Sportbecken in Österreich,“
erklärte Kucher.
„In Österreich gibt es über 600.000 Menschen über fünf Jahre, die nicht schwimmen können. Mit Schwimmkursen und täglichen Bewegungseinheiten wollen wir dagegen halten. Beim Bau eines solchen Bades geht es nicht nur um Sport, Gesundheit und Spaß, sondern auch um Sicherheit – insbesondere im Zusammenspiel mit den Schulen,“
so Kucher weiter.
Arthofer hob die Bedeutung des Hallenbades für den Breiten- und Spitzensport hervor:
„Schwimmen ist die gesündeste Form der Bewegung. Der Spitzensport liegt uns besonders am Herzen – vor allem dann, wenn Kärntner Athletinnen und Athleten mit Medaillen im Gepäck nach Hause kommen. Das Sportbad wird eine wertvolle Ergänzung zum Olympiazentrum sein“,
sagte Arthofer und dankte allen Unterstützerinnen und Unterstützern.
Für Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider markiert der heutige Tag einen Meilenstein: „Nach 20 Jahren Diskussionen werden heute Tatsachen geschaffen. Die Landeshauptstadt braucht dieses Hallenbad – nicht für uns Politiker, sondern für Familien, Jugendliche, Kinder und Sportler. Der Glaube daran hat letztlich zur Umsetzung geführt – für mich persönlich nach 20 Jahren eine große Erlösung,“ so Scheider. Er dankte all jenen, die dieses Projekt trotz vieler Herausforderungen und Gegenwind stets vorangetrieben haben und den Spatenstich heute möglich gemacht haben.
Rabitsch unterstrich den hohen Stellenwert eines Hallenbades für die Lebensqualität und dankte allen, die zur Umsetzung beigetragen haben. Jonke erinnerte an die zahlreichen Herausforderungen während der Planungsphase und zeigte sich erfreut, dass die Klagenfurter Bevölkerung nun bald ein neues Hallenbad genießen kann. Mochar hob den finanzpolitischen Stellenwert des Projekts hervor:
„Der heutige Spatenstich ist ein starkes Signal – eine langfristige Investition in die Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit unserer Landeshauptstadt.“
Erwin Smole, Vorstand der Klagenfurter Stadtwerke, sprach von einem besonderen Moment:
„Ein befreiendes Gefühl – dieser Spatenstich ist ein Meilenstein und das größte Einzelinvestitionsprojekt in der Geschichte der Stadtwerke,“
so Smole.
Das neue Alpe-Adria-Sportbad wird ein breites Angebot für Freizeit, Familie sowie Spitzen- und Breitensport bieten und damit eine große Bereicherung nicht nur für die Landeshauptstadt sondern für ganz Kärnten darstellen. Geplant ist ein 50 x 25 Meter großes, olympiataugliches Sportbecken mit zehn Bahnen. Familien erwartet ein großzügiger Erlebnisbereich mit Lehrschwimmbecken, Freizeit-, Regenerations- und Übungsbecken sowie ein Planschbecken mit Rutsche. Bau und Betrieb des Hallenbades erfüllen sämtliche Nachhaltigkeitsstandards. Alle Bereiche sind barrierefrei gestaltet und stehen somit allen Menschen offen.